Es ist Deine Entscheidung ! Jeden Tag

Gesundheit & Frohsinn – Ein Poetry Slam

Gesundheit & Frohsinn – Ein Poetry Slam über das ganz normale Gesundheitschaos

Wir leben in einer Welt,
in der der Rücken schon morgens knackt,
bevor der Kaffee überhaupt weiß,
dass er heute gebraucht wird.

Der Kopf brummt.
Der Nacken macht Überstunden.
Der Schlaf hat sich irgendwann still und heimlich abgemeldet
und das Nervensystem?

Das sitzt irgendwo in der Ecke
und denkt sich:

„Leute…
können wir vielleicht EINMAL kurz runterfahren?“

Aber nein.

Wir müssen funktionieren.

Schneller.
Höher.
Weiter.

E-Mails beantworten,
Termine machen,
Geld verdienen,
Familie organisieren,
ständig erreichbar sein
und nebenbei bitte noch gesund bleiben.

Gesund bleiben!

Das steht ja schließlich
auf der To-do-Liste.

Zwischen
„Steuererklärung machen“
und
„Müll rausbringen“.

Und dann kommt dieser Moment:

Der Körper sagt:

„Hallo?“

Wir sagen:

„Später.“

Der Körper:

„Ich meinte JETZT.“

Wir:

„Ich hab keine Zeit.“

Der Körper:

„Dann nehme ich mir welche.“

Und plötzlich liegen wir da
und googeln um 2:17 Uhr:

„Warum bin ich müde, obwohl ich geschlafen habe?“

Google sagt:

„Herzlichen Glückwunsch.
Sie haben Krebs.“

Na danke.
Sehr beruhigend.

Und genau hier
kommt Gesundheit & Frohsinn ins Spiel.

Nicht mit erhobenem Zeigefinger.

Nicht mit:

„Du musst jetzt sofort dein komplettes Leben verändern!“

Sondern eher mit:

„Komm.
Wir schauen erstmal gemeinsam hin.“

Denn Gesundheit ist nicht nur:

Was esse ich?

Welches Vitamin fehlt?

Wie viele Schritte bin ich heute gelaufen?

Und habe ich genug Wasser getrunken?

Gesundheit ist auch:

Wie geht es mir eigentlich?

Was macht mein Stress?

Was macht mein Nervensystem?

Was macht meine Arbeit mit mir?

Was macht mein Alltag?

Und warum habe ich eigentlich
seit drei Jahren keine fünf Minuten am Stück
einfach nur gesessen,
ohne irgendetwas leisten zu müssen?

Wir reden über Prävention.

Über Eigenverantwortung.

Über den Körper.

Über Zellen.

Über Ernährung.

Über Bewegung.

Über Schlaf.

Über Stress.

Über Frauen.

Über Männer.

Über Menschen.

Und manchmal auch über Dinge,
über die man nicht so gerne spricht.

Burnout.

Depression.

Erschöpfung.

Über dieses Gefühl:

„Ich kann eigentlich nicht mehr –
aber irgendwie muss ich doch.“

Und nein,

das bedeutet nicht:

Du bist schwach.

Vielleicht bedeutet es einfach:

Du hast verdammt lange stark sein müssen.

Und irgendwann sagt selbst der beste Akku:

„Alter…
Steck mich einfach mal ein.“

Wir leben außerdem in einer Zeit,
in der für alles eine App existiert.

App fürs Essen.

App fürs Schlafen.

App fürs Atmen.

App fürs Meditieren.

App für Schritte.

App für Kalorien.

App für die App.

Und irgendwann braucht man wahrscheinlich
noch eine App,
die einem sagt:

„Bitte jetzt nicht noch eine App öffnen.“

Ich glaube:

Wir brauchen nicht immer mehr Informationen.

Wir brauchen manchmal jemanden,
der zuhört.

Der hinschaut.

Der nicht sofort bewertet.

Der nicht sagt:

„Das ist doch alles nur Kopfsache.“

Sondern:

„Erzähl mal.“

Denn jeder Mensch ist anders.

Jeder Körper.

Jede Geschichte.

Jede Lebenssituation.

Jeder hat seine eigenen Talente,
seine eigenen Fähigkeiten
und seine ganz eigene Geschichte.

Und genau deshalb
gibt es nicht DIE eine Lösung
für alle.

Gesundheit ist kein Fertighaus.

Eher ein ziemlich verrücktes Bauprojekt.

Mit Teilen,
deren Anleitung verloren gegangen ist.

Mit Kabeln,
bei denen keiner weiß,
wo sie hingehören.

Und manchmal steht man davor
und denkt:

„Na super.
Das wird teuer.“

Aber vielleicht beginnt Veränderung
gar nicht damit,
alles auf einmal zu reparieren.

Vielleicht beginnt sie mit einem einzigen Gedanken:

„Ich darf mich selbst wichtig nehmen.“

Nicht irgendwann.

Nicht wenn alles erledigt ist.

Nicht wenn die Kinder groß sind.

Nicht wenn der Job weniger stressig ist.

Nicht wenn das Konto stimmt.

Nicht wenn Weihnachten vorbei ist.

Jetzt.

Denn Prävention bedeutet nicht,
ständig Angst vor Krankheit zu haben.

Prävention bedeutet:

Ich kümmere mich um mich,
bevor mein Körper einen offiziellen Beschwerdebrief schreibt.

Und vielleicht ist genau das
Gesundheit.

Nicht perfekt zu sein.

 

Nicht immer alles im Griff zu haben.

Sondern sich selbst wieder zuzuhören.

Mit Verstand.

Mit Herz.

Mit einem bisschen Humor.

Und manchmal auch mit dem Mut zu sagen:

„Nein.
Heute rette ich nicht die ganze Welt.
Heute rette ich erstmal mich.“

Denn Gesundheit
ist mehr als keine Krankheit.

Und Frohsinn
ist mehr als gute Laune.

Es ist dieser kleine Moment,
in dem du wieder merkst:

Da bin ich.

Mit allem, was ich bin.

Mit allem, was ich kann.

Mit allem, was noch kommen darf.

Und vielleicht…

beginnt genau dort
der andere Blickwinkel.

Gesundheit & Frohsinn.

Werde.
Sei.
Und bleib gesund.

Aber bitte nicht verbissen.

Das Leben ist schließlich kein Beipackzettel.

Und wenn doch:

Dann lesen wir ihn gemeinsam. 😉